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2dimensionalität

Ich bin im Moment relieflos. Gefühlslos. Also weder glücklich noch unglücklich.. aber schlecht ist diese Situation auch nicht unbedingt. Ein Zustand völliger Leere... da er unangemeldet plötzlich begonnen hat, hege ich keine Zweifel, dass er auch irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wieder aufhört. Bis dahin sollte ich meine rationale Anwesenheit genießen. Solange ich kann. Auf dieser Ebene lässt es sich leichter leben, man schwebt irgendwie zusammenhangslos, ohne Ausgangspunkt und ohne Ziel, ohne Wunsch durch die Zeit. Daher finde ich es sehr entspannend bis jetzt.

Die letzten etwa zwei Wochen waren... hm... schmerzensreich. Nein... eigentlich war es, sagen wir mal, sehr krass... Ständige Mischung zwischen Höhenflug und drohende Bruchlandung. Ich würde nicht gerade sagen, dass es toll war. Wars nicht. Also zwischendurch schon... Es war die Zeit des emotionalen Tiefe des Merianengrabens. Was nur heißt, dass meine Emotionen irgendwie lebendig waren, um es positiv auszudrücken. Sehr lebendig. Zu lebendig manchmal, auf jeden Fal zu lebendig, als dass ich mit ihnen fertig geworden wäre, sie irgendwie hätte bewältigen können, falls man das überhaupt kann. Schmerzensreich stimmt also doch. Wenn man intensiv fühlt, ist man sowohl für Glück als auch für negative Emotionen extrem empfänglich, das heißt im Umkehrschluss, man zahlt für Glücksmomente den Preis tiefer Verletzungen. Man als Seele läuft schutzlos in der Wildnis herum und saugt jegliches Gefühl in sich auf. Ein Programm, das vorher erkennen würde, ob es sich um gut- oder bösartige Software handelt, existiert allerdings nicht. Somit steht man also nackt und blind im Kreuzfeuer der Kanonen, die wahlweise mit Zuckerwatte oder Pfeffer geladen sind.

Dagegen fühle ich mich im Moment fast eig wenig abgestumpft. Das ist untertrieben. Emotional taub würde vielleicht passen. Was allerdings insofern auch gut ist, weil ich nicht die ganze Zeit kopflos durch die Gegend renne. Besser für meine Mitmenschen und besser für meine gefühlsunabhängigen Ziele wie "Gut in der Schule sein" oder ähnlicher Schmarrn, den man sich darunter halt gewöhnlich so vorstellt... Ich weiß nicht wirklich was is davon halten soll... Manchmal sehne ich mich wirklich nach Perfektion. Perfekter Sicherheit.

12.5.07 20:52
 


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